Positive Effekte von Wein in Muttermilch

1 April 2009
Positive Effekte von Wein in Muttermilch

Stillenden Müttern wird nahegelegt, auf alkoholhaltige Getränke zu verzichten. Nun zeigen aber neuste Forschungsergebnisse, dass Wein,  der über die Muttermilch zu Säuglingen gelangt, positive Effekte auf die Säuglinge hat.

 

Generell gilt die Regel: Das Baby trinkt mit, und Alkohol geht wie alles, was die stillende Frau zu sich nimmt, in die Milch über. Stillenden Frauen wird daher abgeraten, alkoholhaltige Getränke zu trinken. Doch die Forschungsgruppe um Sabrina Fellmann am Forschungsinstitut Wirth & Curty in Bern hat nun Forschungsresultate veröffentlicht, die zeigen, dass Wein eine positive Wirkung auf Säuglinge hat.

 

Bei Erwachsenen weisen Studien darauf hin, dass Wein in moderaten Mengen die Gesundheit fördert. Mässiger Weinkonsum ist der stärkste Erfolgsfaktor für niedrige Herzinfarktraten. Oder umgekehrt: Abstinent lebende Menschen setzen sich einem deutlich erhöhten Sterblichkeitsrisiko aus. Regelmässiger Weingenuss regt die Durchblutung an, die Blutgefässe bleiben elastisch oder werden geöffnet, so dass sich die Gefahr von Herzkrankheiten bedeutend abschwächt.

 

Dieselben positiven Effekte konnten nun auch bei Babys, deren stillenden Mütter regelmässig ein Glas Wein zu sich nehmen, nachgewiesen werden. Zudem schliefen die Babys besser und länger als die abstinenten Säuglinge der Kontrollgruppe. Ob auch andere alkoholhaltige Getränke diese positive Wirkungen auf Säuglinge entfalten, ist noch unklar.

 

Gegen ein Glas Wein beim Stillen ist also nichts mehr einzuwenden. Alain Sewer, Mitautor der Studie, unterstreicht aber, dass Wein in Massen genossen werden soll. Das gilt allerdings für alle Weinliebhaber/innen und nicht nur für stillende Mütter.  

 

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