Astrophysiker lösen Rätsel um «kalte-Dunkle-Materie-Katastrophe»
Zurich - University of Zurich - Seit bald zwanzig Jahren versuchen Wissenschaftler den Widerspruch im Modell der kalten Dunklen Materie - die so genannte «kalte-Dunkle-Materie-Katastrophe» - aufzulösen. Jetzt ist es einer internationalen Forschungsgruppe mit Physikprofessor Lucio Mayer von der Universität Zürich bei der Simulierung der Entstehung von scheibenförmigen Zwerggalaxien gelungen, das Paradoxon zu lösen. Kalte Dunkle Materie - bis heute arbeitet die Wissenschaft am positiven Nachweis ihrer Existenz. Viele astrophysikalische Phänomene sind nur erklärbar, wenn ihr Vorhandensein vorausgesetzt wird: Das Modell der kalten Dunklen Materie (CDM) erklärt beispielsweise die Verteilung der Galaxien und der Standardmaterie im Universum. Solange das Modell in sehr grossen Dimensionen, d.h. in der Grössenordnung von Milliarden von Lichtjahren angewendet wird, stehen Modellvoraussage und astronomische Beobachtungen im Einklang. Wird es dagegen in der Grössenordnung von Einzelgalaxien - also in Dimensionen von hundert bis tausend Lichtjahren - eingesetzt, versagt das Modell und führt zu einem Paradox mit der gemessenen Realität. Gemäss Modellvorhersage müsste das Zentrum einer Galaxie schneller rotieren als dies die astronomischen Messungen effektiv anzeigen.

