Ein fataler Kreislauf
Zurich - University of Zurich - Eine Studie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich hat erstmals die Schweizer Drogenpolitik von 1975 bis 2007 untersucht. Resultat: Die kontrollierte Heroin- und Methadonabgabe vermochte die Zahl der Drogentoten stark zu senken, die gleichzeitige Repression hatte vermutlich den gegenteiligen Effekt. Adrian Ritter Die Zahl war erschreckend. Gab es in der Schweiz 1975 noch 35 Drogentote, wurde 1992 ein trauriger Höhepunkt von 419 Todesopfern erreicht. In den meisten Fällen war Heroin, alleine oder in Kombination mit anderen Substanzen, dafür verantwortlich. Was war geschehen? Die Zahl der Konsumentinnen und Konsumenten von Heroin hatte sich in der Schweiz im selben Zeitraum von rund 3000 auf über 30'000 erhöht. Gleichzeitig war der Preis für Heroin zusammengebrochen: von 600 bis 800 Franken auf 30 bis 80 Franken pro Gramm.

